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"Um an jeder Stelle der Karte einen Kurswinkel bestimmen zu können, brauchen wir senkrechte Linien, die die Nordrichtung angeben."

(Linke: Orientierung mit Karte, Kompaß, GPS)

...was bisher geschah:

Ax

  • → November 1975 geboren in Wittenberg
  • → 1975 - Sommer 1989 in Bad Düben
  • → 1989 - 1995 in Waldenburg/Sachs.: 1994 Abitur in Glauchau, 1994-1995 Zivildienst
  • → 1995 - 1998 in Leipzig: Studium der Rechtswissenschaft (in 5 Semestern die kleinen ZR-, ÖR-, StrR-Scheine und den großen StrR-Schein absolviert, dann Umorientierung (vgl. Nordrichtung, s.o.) und Entscheidung zum Wechsel der Studienrichtung
  • → 1998 (WS) - 2001 (SS) Greifswald: Studium der M.A.-Hauptfächer Skandinavistik und Deutsch als Fremdsprache
    WS 1999/2000, SS 2000, SS 2001 Lehrtätigkeit (Phonetikunterricht, Grammatik-Förderunterricht) am Lektorat Deutsch für Ausländer (teilweise als stud. Hilfskraft, teilweise ideell)
  • → 09/2001 - 10/2002 in Söderhamn (Schweden), davon 8 Monate mit einem Comenius-Stipendium an der Staffanskolan (Gymnasium) als Sprachassistent
  • → WS 2002 Fortsetzung meiner Skandinavistik/DaF-Studien in Greifswald, im Februar 2003 vorgezogene Magisterteilprüfung Sprachkompetenz Schwedisch
  • → 10/2003 - 03/2006 Schwedischlehrer am Fremdsprachen- und Medienzentrum der Uni Greifswald
  • → 10/2004 - 03/2006 stud. Hilfskraft am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsvergleichung (Nordosteuropa)
  • → 07/2004 - 11/2004: Magisterexamensprüfungen
  • → 05/2006 - 10/2006 Magisterarbeit
  • → seit 09/2006 Lehrbeauftragter für Schwedisch und Wirtschaftsschwedisch an der Fachhochschule Stralsund

Was ich sonst noch war oder bin, kann folgendem kleinen Abriss entnommen werden, der selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
Einige meiner Studienarbeiten sowie Unterrichtsmaterialien, Prüfungen und sonstige kleinere Dokumente im PDF-Format können von einer Extraseite heruntergeladen werden.

Landbriefträger (Sommer 1990)

Einsatz- und Gefechtsfahrzeug

Jeder Landbriefträger träumt heimlich davon, einmal einen DoKö (Dorfköter) zurückzubeißen...! Traumschlagzeile in der Zeitung mit den ganz großen Buchstaben: "Mann beißt Hund".

Gnochnbuddsr

Von früher!

Während meines Zivildienstes 94/95 zogen eines Tages die Archäologen ins Städtchen. Recht bald wurden sie bei meiner Dienststelle vorstellig und fragten meinen Chef, ob sie sich mal den Zivi (also mich) ausborgen dürften, da sie auf einer eiligen Rettungsgrabung einige recht lästige Erdbewegungen zu erledigen hatten. Also kam ich auf die Grabung. Es war die mit Abstand beste und lehrreichste Zeit meines Zivildienstes. Neben besagten Erdbewegungen wurde ich u.a. auch mit der Beschaffung von Erfrischungsgetränken (G.m.B.h. = Geh mal Bier holen!) und mit dem Abziehen von Bodenprofilen und dem Waschen der Funde betraut. Die Bauarbeiter, die wegen unserer Grabungen und Funde zum sofortigen Baustopp verdonnert waren, nannten uns wenig einfühlsam Gnochnbuddsr (Knochenputzer). Besonders erheiternd und irgendwie nie abgegriffen war der running gag, mit dem sich unsere Grabungsleiter täglich 300 Mal fragten, ob das, was wir ausgruben, "von früher" oder sogar "von ganz früher" war. Offiziell, auch gegenüber den vielen neugierigen Passanten auf der anderen Seite des Bauzaunes, gab es nur diese beiden Datierungen: "von früher" und "von ganz früher". Schön, wenn man als Archäologe (und nicht nur als solcher) ab und zu eine gesunde Distanz zu seinem Forschungsgebiet einnehmen kann.

Bäcker

Garbe

Während meiner Leipziger Zeit hatte ich einen Sonntags-Nebenjob bei der Harry-Brot GmbH, Werk Wiedemar. In meiner Schicht war ich dafür verantwortlich, den Teig herzustellen (anmischen, kneten) und den Brotlaibportionierungstrichter am Anfang der Backstraße damit zu beschicken. Auf diese Weise gingen pro Schicht etliche Tonnen Teig durch meine Hände bzw. meine Maschinen.

Transportarbeiter, Schlepperfahrer, Gabelstaplerfahrer

Stapler

Im Sommer 1998 war ich 4 Monate bei der VW Sachsen GmbH im Werk Mosel beschäftigt. Zu meinen Aufgaben gehörte zunächst der innerbetriebliche Transport von Karosserien vermittels Diesel-/E-Schleppers. Nach dem Besuch eines dreitägigen Lehrgangs wurde ich staatlich geprüfter "Hochstapler", bekam einen knallgelben 2,5-Tonner und wurde samt diesem wieder in die Produktion geworfen. Fortan stapelte ich bei Tage und bei Nacht alles, was nicht niet- und nagelfest und ein paar Kilo leichter als mein Stapler war. Hauptbetätigungsfelder waren der Rohbau (palettenweise Beschickung des Passat-Montagebandes mit Karosserieteilen) sowie die Eisenbahnladerampe (Bereitstellung von Karosserien und Abnahme leerer Transportrahmen).
Seit dieser Zeit pflege ich besonders starken Kaffee als Staplerfahrerkaffee zu bezeichnen. Ein solches Gebräu war während der Nachtschichten unvermeidlich, denn während ein unkonzentrierter Fremdsprachlehrer schlimmstenfalls seine Studenten anödet und damit vergleichsweise geringen materiellen Schaden anrichtet, kann ein verpeilter Staplerfahrer richtig große Löcher in die Landschaft stanzen.

Staplerzeichen

Recht bald gewöhnte ich mich auch an den Gebrauch gewisser Spezialmaßeinheiten, die mir von meinen Kollegen beigebracht wurden: solange beim Rangieren immer noch ein Blatt Papier zwischen Stapleraußenkante und Hindernis (i.d.R. Mauern, Menschen, Maschinen) passt, besteht absolut kein Grund zur Aufregung.

Chorsänger

Haydn

Sopran und Bass. Ungefähr in dieser Reihenfolge, dazwischen lag der Stimmbruch.

Mitwirkung an Konzertaufführungen von u.a. Bachs Weihnachtsoratorium, Händels Friedensode, Mozarts Requiem, Faurés Requiem, Larssons Förklädd Gud, Haydns Missa brevis, Händels Messias (Teile), Mozarts Ave verum, Telemanns Schulmeisterkantate und diverse Motetten von Bruckner (Locus iste), Schütz (Also hat Gott die Welt geliebt), Mendelsson, Buxtehude, Bach usw. uvam. in diversen Chören in Bad Düben, Leipzig und Söderhamn. Momentan nicht aktiv.

Larsson
Bach

Hobbyschrauber

Nach langer, sehr langer Schreibtischarbeit kann es ungemein entspannend sein, unter einem möglichst alten KFZ zu liegen und daran herumzuschrauben. Momentan nicht aktiv.

Lanz Bulldog

Großvaters erster Bulldog.

Wartburgfahrer a.D.

Von meinem Sold kaufte ich mir einen gebrauchten 1.3er IFA Wartburg. Windschnittig wie eine Schrankwand, 58 Pferde, Vmax irgendwo bei 132,7 km/h.

Warti1

Ich habe dieses Auto wirklich geliebt. Obwohl ich damit fast zum Teufel gegangen wäre, als mir einmal auf regennasser Piste der linke Hinterreifen platzte und ich mit der sofort ausbrechenden Karre wild schlingernd auf die Gegenfahrbahn und dann weiter vollrohr in Richtung Zwickauer Mulde schoss, die an dieser Stelle unmittelbar neben der Straße dahinrauschte. Das hätte ganz böse ins Auge gehen können, wenn Gegenverkehr gekommen oder keine Leitplanke am Ufer gewesen wäre. So ging es damit ab, dass ich in einem sehr spitzen Winkel aufschlug, des Wartburgs Frontpartie umschmiedete und seine Backbordflanke mit einem martialischen metallischen Kreischen zerspante.
Nachdem ich es mit sachkundiger Hilfe wieder aufgebaut hatte, leistete mir das Auto noch jahrelange treue Dienste.

Kap

Eine besonders kuriose Situation ergab sich auf der 1995er Fahrt, als ich mit meiner damaligen Freundin ganz Skandinavien bereiste und wir eines schönen Sommertages das Nordkap erreichten - welches bekanntlich die Nordspitze einer vorgelagerten Insel ist. Auf der Fähre hinüber war auch ein sächsischer Fernreisebus mit Touristen aus der Zwickauer Gegend. Als sie des Wartburgs angesichtig wurden, ließen sie sofort ab von videodokumentarischer Landschaftserfassung und Ei gugge ma, ä Ränndier!-Konversation (hdt. Schau mal, ein Rentier!).
Ein Wartburg am Nordkap, am Eismeer! Ä richdsch ächdr Wardborg. Sie waren hingerissen, fasziniert und tief beeindruckt.

Flying Wartburg Warti3 Flying Wartburg

Flugzeugnarr

Kann mich stundenlang vertiefen in die Konstruktionsdetails und techn. Daten von Fluggeräten. Motorengeräusche sind Musik.

Spitfire

Klicken Sie auf das Kurbelwellenlager, um die Betriebsgeräusche einer Spitfire im Tiefflug zu hören (00:13, mp3, 25,5 KB). Das oben dargestellte Triebwerk ist übrigens ein BMW-Flugmotor.

Büchernarr

Ich würde mich - falls zur Wahl gezwungen - eher dafür entscheiden, nur noch zwei Mal täglich zu essen, als mich von meinen Büchern zu trennen.

Herbstfahrt eines Phantasten

(Erich Maria Remarque: Herbstfahrt eines Phantasten [Auszug], Thüringer Allgemeine Zeitung vom 17. 10. 1924)

The Five Years Diary

(Erich Maria Remarque: The Five Years Diary [Auszug], um 1965)

"It all began with Adam. He was the first man to tell a joke--or a lie. How lucky Adam was. He knew when he said a good thing, nobody had said it before.
[...]
Adam was but human--this explains it all. He did not want the apple for the apple's sake, he wanted it only because it was forbidden. The mistake was in not forbidding the serpent; then he would have eaten the serpent."

(Mark Twain: Notebook, 1867)

Fjällwanderer

ad. fjällpipare

juv. fjällpipare
Leidenschaftliches Hobby, vorzugsweise praktiziert in Nordschweden. Den Rucksack packen und dann in der Wildnis verschwinden, auf schmalen Pfaden oder querfeldein. Unbeschreiblich schön.
Die Abbildungen zeigen Fjällpiper (Eudromias morinellus).

Hobby-Ethnologe

Nordisch
Blablubb

Die sumpfigen Schilfgürtel der südlichen Ostseeküsten bieten dem passionierten Ethnologen ein faszinierendes Forschungsgebiet. In einer nun schon mehrjährigen Feldstudie widme ich mich den Norddeutschen, einer Varietät der europiden Subspezies mit beachtlichen kulturellen Errungenschaften.
Die soziokulturellen Eigenheiten der lokalen Schilfgürtelpopulation und der kontrastiv-analytische Vergleich mit den Bewohnern der kontinentalen Flußtäler und Mittelgebirge dürften noch mehrere Generationen von Ethnologen beschäftigen. Das interindividuelle Kommunikationsverhalten ist weitestgehend frei von jener geheuchelten Empathie und aufdringlichen Servilität, die einem in den Flußtälern und Mittelgebirgen auf Schritt und Tritt begegnen.
Zusammenrottungen und unnötige Interaktionen jedweder Art sind unpopulär, Ausnahmen bilden jene ritualisierten Zusammenkünfte, deren tieferer Sinn sich mir noch nicht gänzlich erschlossen hat. Wie auf ein geheimes Zeichen strömen urplötzlich große Mengen blau-weiß gewandeter Norddeutscher zusammen, um sich daran zu delektieren, wie eine mit Luft gefüllte Kautschukblase über eine der hier zahlreichen Wiesen getreten wird. Diese Zeremonie wird von einem schwarzgekleideten Schamanen begleitet, der mit Hilfe roter und gelber Kult-Täfelchen darüber wacht, dass nur die Kautschukblase, nicht aber andere Zeremonieteilnehmer getreten werden.
Man darf gespannt sein, wie die ethnologischen Koryphäen unserer Tage dieses Phänomen beurteilen und erklären werden. Ich selbst habe mir dazu noch keine abschließende Meinung gebildet. Es erscheint mir allerdings als nachgerade unumgänglich, dass mit dem Prozess des Verstehens der kulturspezifischen norddeutschen Eigenheiten dann so manches Lehrbuch wird umgeschrieben werden müssen.


Der Planet

Auch dem Auge des topographisch ungeschulten Betrachters kann hier unmöglich die Nordrichtung entgehen.

"Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören."

(Kurt Tucholsky)

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(PDF-Dokumente)

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Häwelmann

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